CDU-Fraktion unterstützt den Standort Theodor-Heuss-Straße gegenüber der Pferderennbahn Neue Bult
Langenhagen, 10.01.2009.In ihrer ersten Fraktionssitzung im neuen Jahr hat sich die CDU abschließend mit der Standortauswahl beschäftigt. „Im Ergebnis unterstützt die CDU-Fraktion mehrheitlich den vom Arbeitskreis empfohlenen Standort. Er bietet eine gute Verkehrsanbindung, ausreichend Fläche und ist hinsichtlich der Stadtentwicklung sehr interessant. Nicht zuletzt hat auch die positive Beurteilung aus Betreibersicht zu unserer Unterstützung für diesen Standort beigetragen“ umreißt der Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer das Ergebnis der Diskussion. „Es war jedoch definitiv keine leichte Entscheidung, zumal es aus der Fraktion deutliche Kritik am Vorgehen des Arbeitskreises und an der Informationspolitik des Bürgermeisters gab“. ergänzt Heuer. „Im Rahmen der begleitenden Berichterstattung wurden durch Bürgermeister Fischer immer wieder Aussagen getroffen, die so im Arbeitskreis nie abgesprochen wurden. Dafür wurden viele Einzelheiten, die diskutiert wurden und zur Aufklärung mancher Ungereimtheiten beigetragen hätten, nie öffentlich gemacht. Fragen oder konkrete Forderungen zum weiteren Vorgehen blieben unbeachtet. So hat sich Bürgermeister Fischer erst nach massivem Protest durch die CDU-Fraktion bequemt, überhaupt eine Informationsveranstaltung zu dem Thema durchzuführen. Eigentlich sollte der Standort ohne weitere Diskussion bereits im Dezember abgehakt werden.“ ärgert sich Heuer. „Da passt dann auch ins Bild, dass ein Gutachten zur Fassade des Godshorner Bades erstellt wird, obwohl wir im Arbeitskreis weitere Untersuchungen abgelehnt haben. Das Gutachten wurde, nach Aussagen des Bürgermeisters, aus anderen Gründen trotzdem erstellt. Warum werden wir dann nicht darüber unterrichtet und warum haben wir dieses Gutachten bis heute nicht vorliegen? Auch bei den Protokollen zu den Arbeitskreissitzungen herrscht Fehlanzeige. Ein einziges nichtssagendes Protokoll wurde verteilt, obwohl bei jeder Sitzung Protokoll geführt wurde. Das alles trägt nicht zu einer, für das weitere Vorgehen sehr wichtigen, Vertrauensbasis bei“ so Heuer resignierend. Den Standort vor den konkreten Planungen festzulegen, verteidigt Heuer hingegen: „Die CDU-Fraktion ist sich im Klaren, was für ein Bad gebaut werden soll. Das Ziel, an dem wir arbeiten, ein attraktives und wirtschaftliches Sport-, Familien- und Gesundheitsbad für Langenhagner Bürgerinnen und Bürger zu bauen ist Bestandteil unseres Wahlprogrammes. Der Standort hingegen war für uns noch offen“. Mit ironischem Unterton fügt Heuer hinzu: „es gibt jedoch noch einen weiteren nicht zu unterschätzenden Grund, zuerst den Standort festzulegen. So können sich die Befürworter eines anderen Standorts bereits jetzt in die gesetzlichen Grundlagen für Bürgerbegehren einlesen, wenn sie es nicht bereits getan haben. Bisher haben wir nur unsere Zeit investiert und noch kein Geld für teure Planungen ausgegeben, das war beim letzten Anlauf leider anders. Sollte es diesmal wieder nicht klappen, war es wenigstens günstig“. Dass es einen massiven Widerstand gegen die Entscheidung geben wird, ist sich Heuer sicher. „Die Ortspolitiker aus Engelbostel, Schulenburg und Godshorn werden sich sicherlich parteiübergreifend für den Standort Godshorn einsetzen. Ich wünsche mir dabei, dass alle Beteiligten bezüglich ihrer Argumentation bei den Fakten bleiben, allzu schnell bilden sich sonst Legenden“. Zudem fordert Heuer auch ausdrücklich eine offene Kommunikation und eine gute Informationspolitik der Verwaltung, sowohl in Richtung der politischen Vertreter, als auch in Richtung der Bürgerinnen und Bürger. „Das, was bisher hierzu abgeliefert wurde, verdient ganz klar die Note ungenügend“ unterstreicht Heuer seine Forderung.