CDU wertet aus eigener Umfrage über 1000 Fragebögen zum Thema Schwimmbadneubau aus

Langenhagen, 03.11.2008.

Am 31.10.2008 war Abgabeschluss für die Umfrage der CDU-Ratsfraktion Langenhagen, bei der Bürgerinnen und Bürger zum geplanten Badneubau Ihre Meinung sagen konnten. Unter allen Teilnehmern hat die CDU drei Gutscheine zu je 30,-- Euro fürs Schwimmen in und um Langenhagen verlost. Zu Ihrem Gewinn gratuliert der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer ganz herzlich Herrn Bernd Heits, Herrn Uwe Schlichte und Frau Stefanie Kisser. Heuer zeigt sich erfreut über die große Resonanz. Mehr als 1000 Umfrageformulare wurden ausgefüllt. „Ich habe mit deutlich weniger Rückmeldungen gerechnet, weil das Thema Badneubau schon viel zu lange diskutiert wird – viele Bürgerinnen und Bürger haben resigniert und glauben nicht mehr an ein neues Bad“.

Klare Worte findet Heuer dann auch zum Arbeitskreis Bad, an dem er selbst teilgenommen hat. „Ich glaube, alle Ratsfraktionen haben dort einen guten Job gemacht, allerdings ist es nicht gelungen die Inhalte und Ergebnisse an die Bürgerinnen und Bürger zu transportieren. Selbst die Arbeitskreisteilnehmer haben bisher nur ein einziges Sitzungsprotokoll erhalten und über das eigentlich klar abgesprochene weitere Vorgehen haben wir, trotz mehrfacher Nachfrage, keinerlei Rückmeldung erhalten“ kritisiert Heuer die Informationspolitik des Bürgermeisters. Damit gibt Heuer der Initiative Pro Schwimmbad Godshorn Recht, die ebenfalls fehlende Transparenz bemängelte. Die CDU-Fraktion hat zwar genau aus diesem Grund die Internetseite www.schwimmbad11.de ins Leben gerufen, allerdings wollen die Bürgerinnen und Bürger aktiv informiert werden und nicht erst im Internet nach Antworten suchen müssen.
„Durch die Auswertung unserer Umfrage haben wir jedoch einige Antworten gefunden“ freut sich Heuer. Insgesamt 1042 Fragebögen wurden ausgefüllt. Das Interesse der Kernstädter war dabei mit knapp 68% überproportional groß, an zweiter Stelle folgten die westlichen Ortsteile Schulenburg, Engelbostel und Godshorn mit zusammen 24%. Mit jeweils 4% hielt sich das Interesse von Kaltenweide und Krähenwinkel in Grenzen. Das Votum für einen Standort fällt relativ klar aus: Der Silbersee liegt mit 450 Stimmen deutlich vor der Mehrheitsempfehlung des Bad-Arbeitskreises (westlich der Theodor-Heuss-Str.) mit 290 Stimmen und Godshorn mit 240 Stimmen. Bei dieser Frage waren Mehrfach-Nennungen möglich, so dass sich von den 240 Godshorn-Befürwortern rund 100 Teilnehmer auch einen anderen Standort vorstellen konnten. Klar zu erkennen ist auch, wie ein neues Bad aussehen soll. Der Wunsch nach einem Familienbereich steht ganz vorn mit 91%. An zweiter Stelle kommt mit 81%, und damit nur unwesentlich weniger Stimmen, der Sportbereich. Aber auch Sauna (64%) und Wellness (55%) sind gefragt, wobei hier der Wunsch nach einem hochwertigen Angebot deutlich wurde.
Im Sportbereich war es schon schwieriger klare Tendenzen zu erkennen. Sprungtürme waren gut der Hälfte der Teilnehmer wichtig, wobei die Interessierten hauptsächlich aus 1 und 3 Meter Höhe springen wollen. Die derzeitige Enge im Godshorner Bad könnte ausschlaggebend gewesen sein für den großen Anteil derjenigen (40%), die sich im neuen Bad acht oder sogar mehr Bahnen mit je 25m wünschen. Ein Hallenbad ohne Außenbereich ist für 31% undenkbar, weitere 36% halten einen Außenbereich für sinnvoll – alle anderen wollen entweder gar keinen Außenbereich oder er ist ihnen egal. Weniger als 3% votierten für die langen 50m-Bahnen, die sich die Wassersportler wünschen. Ein Lehrschwimmbecken hingegen war für fast alle ein Muss.

Heuer ist froh, dass die Spielregeln dieser Umfrage eingehalten und nicht nach dem „wenn schon denn schon“ Motto abgestimmt wurde. „Sehr oft wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Abstimmungsergebnisse frei zu kommentieren. Damit haben wir viele interessante Anregungen erhalten, die wir in die weiteren Diskussionen einbringen können“ lobt Heuer die Teilnehmer. „Für eben diese Diskussionen wünsche ich mir weiterhin ein gemeinsames Vorgehen. Ein neues Bad wird nicht von einer einzelnen Fraktion im Rat gebaut und auch nicht vom Bürgermeister – das neue Bad kann nur mit breiter Mehrheit entstehen. Aber nicht mit breiter Mehrheit einer einzelnen Fraktion sondern nur mit breiter Mehrheit im gesamten Rat der Stadt“ ist sich Heuer sicher.