Steuerzahlerbund mahnt faire Behandlung des Standortes Godshorn in der Schwimmbaddiskussion an
Langenhagen, 17.10.2008.Mit der Prüfung vieler verschiedener Badstandorte machen es sich Rat und Verwaltung durchaus schwer, zumindest einen Standort für ein neues Bad in Langenhagen zu finden. Die im Zuge des LaGa-Wahlkampfes vorgetragene Vision „Schwimmbad 11“ ist schon in weite Ferne gerückt.
Der Bund der Steuerzahler Niedersachsen & Bremen e. V. hat sich jetzt mit einem Brief an Bürgermeister Friedhelm Fischer in die Diskussion eingemischt.
„Gerade aufgrund der sich abzeichnenden konjunkturellen Eintrübungen und von manchen aufgrund der internationalen Finanzkrise sogar befürchteten Wirtschaftsrezession gibt es erhebliche Unsicherheiten bei der künftigen Entwicklung der städtischen Steuereinnahmen, insbesondere der Gewerbesteuer. Deshalb sollte vornehmlich auch untersucht werden, ob das bestehende Hallen-Freibad Godshorn mit geringem Mitteleinsatz saniert werden kann, um heutigen Ansprüchen zu genügen.“
Auch für den Fall, dass dies nicht möglich sei, mahnen die Steuerzahler eine faire Prüfung des bisherigen Badgeländes an: „...könnte sich auf dem Gelände des Schwimmbades Godshorn möglicherweise ein neues Hallenbad wegen der vorhandenen Infrastruktur im Gegensatz zu einem Neubau an anderer Stelle als vorteilhaft erweisen. Positive Synergieeffekte eines neuen Hallenbades durch das Freibad wie auch durch andere Sportstätten in der Umgebung könnten dafür sprechen.“
Die Standortvielfalt weckt indes neue Begehrlichkeiten, die sich besonders auf den neu ins Spiel gebrachten Standort an der Wagenzeller Straße auf Höhe Krähenwinkel ergeben.
Die Chance, für Krähenwinkel einen S-Bahnhaltepunkt zu bekommen, wenn ein infrastrukturell interessantes Objekt dort für eine rege Ein- und Ausstiegsfrequenz sorgt, wird ins Feld geführt.
Das entsprechende Gelände war, so hört man hinter vorgehaltener Hand, zu Beginn auch für ein Eisstadion im Gespräch, bevor sich die Betreiber der neuen Eishalle mit der Stadt über das jetzige Grundstück einig wurden.
Godshorn, Krähenwinkel oder doch am Silbersee? Versprochen wurde der Bevölkerung ein „Bad in der Stadtmitte“ - von allen daran interessierten Parteien.
Mittlerweile begrüßt der CDU-Stadtverband, wenn der Standort Godshorn unter finanziellen Gesichtspunkten vom überfraktionellen Arbeitskreis zum Schwimmbad weiterhin mit geprüft wird. Krähenwinkler Ortspolitiker, die durch die Diskussion um den Standort Nahe Rehkamp an der Wagenzeller Straße Hoffnung auf eine Orts-Attraktion haben, setzen sich zunehmend für diesen Standort ein. Und natürlich kämpft die Intitiative Pro Schwimmbad Godshorn weiter für ihr Bad.
Eine Diskussion, in der die Standortbegehrlichkeiten derzeit eher wachsen - und der Argumentationspunkt der Stadtmitten-Nähe zunehmend in den Hintergrund gedrängt wird. Auf diese Art könnte das Thema „neues Schwimmbad“ wirklich zur Neverending Story in Langenhagen werden.

