Godshorn liegt bei Arbeitskreispolitikern ganz hinten
Der überfraktionelle Arbeitskreis Bad, besetzt mit vornehmlich Kommunalpolitikern und dem Bürgermeister, hat jetzt verschiedene vorgeschlagene Badstandorte nach Kriterien beurteilt und kam zum überraschenden Ergebnis: Das Gelände des heutigen Hallenfreibades liegt in der Bewertung ganz hinten. Der Bürgermeister betont, dass dieses Ergebnis überparteilich entstand - und geht davon aus, dass Godshorn für eine Erweiterung oder einen Neubau am gleichen Standort damit aus dem Rennen ist. Nach Meinung des Arbeitskreises sind ein Standort im Bereich der Rieselfelder, östlich Theodor-Heuss-Straße, südlich der Kleingärten, der vormals für das LA2O vorgesehene Standort am Silbersee und ein Gelände an der Wagenzeller Straße, Nähe Rehkamp, weiter im Gespräch. Bis zur nächsten Arbeitskreissitzung soll vor allem die Kostenseite dieser drei Standorte geprüft werden. Kriterien für die Bewertung waren neben den Eigentumsverhältnissen am Grundstück, der Atmosphäre und dem Baugrund auch Erschließung, Erreichbarkeit und Stadtentwicklungseffekte mit mehreren Unterpunkten enthalten. Der Fahrplan für das neue Bad sieht einen ungefähren Zeitkorridor bis Ende 2012 vor. Dann soll das Godshorner Bad geschlossen werden. Nach Meinung des Arbeitskreises komplett. Hier der komplette Bewertungskatalog zum Download.
Ergebnisse des Arbeitskreises "unfassbar"
Jürgen Euscher, Sprecher der Initiative "Pro Schwimmbad Godshorn" bewertet die Standortentscheidung der Arbeitsgruppe des Rates der Stadt Langenhagen "unfassbar". Er hat aber wenig Hoffnung, dass sich der Rat der Stadt diesem Ergebnis nicht anschließen wird."Anscheinend hat der Rat aus der Diskussion um das LA 2 O überhaupt nichts gelernt", führte Jürgen Euscher in einer Pressemitteilung jetzt aus. "Wie man durch eine Standortbewertung ein bestehendes Hallen- und Freibad mit Erweiterungsflächen mit dem Bagger dicht macht, hat der Interfraktionelle Arbeitskreis des Rates nun den Bürgerinnen und Bürgern Langenhagens eindrucksvoll aufgezeigt", sagte Euscher. "Bei dieser Entscheidung haben anscheinend wirtschaftliche Gesichtspunkte gar keine Rolle gespielt. Ferner ist für Ihn nicht nachvollziehbar, wie der Bürgermeister und 6 Ratsmitglieder zu einer derartigen Bewertung kommen. "Würde man den Kriterienkatalog auch anderen Gruppen zur Bewertung vorlegen, kann ich mir vorstellen, dass Godshorn 172 Punkte erzielt". Auch 550.000,-€ bei Schließung des Godshorner Bades ohne weiteres an Hannover zu zahlen, hält Jürgen Euscher für "nicht nachvollziehbar". Er lädt alle Ratsmitglieder zu einer offenen Diskussion am Dienstag, 23. September um 19.30 Uhr in das Bistro des Hallenfreibades Langenhagen in der Ortschaft Godshorn ein.
