Umbau des Niedersächsischen Landtags:
Marco Brunotte sitzt in der Jury
Langenhagen, 03.09.2009.Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel,
wurde als stellvertretender Sachpreisrichter für den Wettbewerb zum Umbau des
Niedersächsischen Landtags benannt. „Ich freue mich sehr, dass ich als
baupolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion mit der Berufung in das
Preisrichterkolloquium an diesem historischen Projekt mitwirken darf“, sagt
Marco Brunotte.
Nach seiner fast völligen Zerstörung 1943 wurde das Leineschloss 1954 nach den
Plänen des hannoverschen Architekten Professor Dieter Oesterlen zu einem
Parlamentsgebäude umgebaut. Dieser konnte den damaligen Wettbewerb mit seinem
Vorschlag für sich entscheiden, ein kubisches Plenarsaalgebäude neu zu errichten
und mit dem Leinschloss durch den Wiederaufbau der alten Schlossfassaden
einschließlich des klassizistischen Eingangsportals von Laves zu verbinden.
Mit dem aktuellen Wettbewerb soll der Plenarbereich des Niedersächsischen
Landtag überplant und umgebaut werden. Dieser entspricht nicht mehr den
Anforderungen eines modernen und transparenten Landtages. Weiterhin hat der
Plenarsaaltrakt in Teilbereichen starke bautechnische und energetische Mängel.
Auch ein barrierefreier Zugang ist nicht möglich. Aus diesem Grund beabsichtigt
der Niedersächsische Landtag eine Um- bzw. Neugestaltung des Plenarbereichs
einschließlich des Eingangsbereichs, der Sitzungs- und Bürobereiche sowie der
Bereiche für Besucher und Medienvertreter. Zu diesem Zweck hat das Land
Niedersachsen einen Architektenwettbewerb zur Um- oder Neugestaltung des
Plenarsaaltraktes ausgelobt. Als Budget stehen maximal 45 Millionen Euro zur
Verfügung.
Es ist Teil der Wettbewerbsaufgabe, auf den Zielkonflikt zwischen der
Beseitigung funktionaler Mängel und der Umsetzung des Raum- und
Funktionsprogramms einerseits und dem Erhalt des Baudenkmals bzw. wesentlicher
Teile des Baudenkmals andererseits mit einem Entwurf zu reagieren, der den
genannten Ansprüchen, ohne wesentliche Einschränkung der beabsichtigten
Nutzungen und deren räumlicher Umsetzung, Rechnung trägt. „Ich bin sehr
gespannt, welche kreativen Vorschläge von den Wettbewerbsteilnehmern eingereicht
werden“, sagt Marco Brunotte.
