Parteitag der SPD in der Region Hannover:

Langenhagener übernehmen Verantwortung

Langenhagen, 18.03.2009.

Generationenwechsel in der SPD Region Hannover. Auf dem Parteitag im Regionshaus in Hannover trat Heiner Aller nach 27 Jahren nicht mehr als Vorsitzender des SPD Unterbezirks Region Hannover an. Zu seinem Nachfolger wurde der 40jährige Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch gewählt. Mit rund 10.000 Mitgliedern ist der SPD Unterbezirk Region Hannover der größte SPD-Unterbezirk Deutschlands.

Geprägt war der Parteitag von intensiven inhaltlichen Antragsberatungen. Somit startet die Regions-SPD inhaltlich und personell gut aufgestellt in eine neue Wahlperiode. Gleich zu Beginn verabschiedete der Parteitag mit mehr als 200 Delegierten Resolutionen zur Gilde-Brauerei, Continental und zum NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Hannover.

Auch Langenhagener Sozialdemokraten übernehmen im neugewählten Vorstand Verantwortung. Marco Brunotte, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Langenhagen, wurde zum neuen Kassierer gewählt und gehört somit dem geschäftsführenden Unterbezirksvorstand an. Der 32jährige Landtagsabgeordnete bekam mit 98,6 Prozent das beste Ergebnis bei den Vorstandswahlen. Als Beisitzerin gehört Inga Bohr, Vorsitzende der SPD-Abteilung Langenhagen, dem neuen Unterbezirksvorstand an. „Wir freuen uns sehr über das uns entgegengebrachte Vertrauen und auf die Möglichkeit, im Unterbezirk Verantwortung für gute sozialdemokratische Politik übernehmen zu dürfen“, sagten Marco Brunotte und Inga Bohr nach ihrer Wahl.

Die nächsten Wochen werden ganz im Fokus der Wahlkämpfe zum Europäischen Parlament mit Bernd Lange und zum Bundestag mit Caren Marks stehen. Die SPD in der Region Hannover tritt an, mit Bernd Lange wieder eine Abgeordneten im Europäischen Parlament zu stellen und alle vier Bundestagswahlkreise in der Region Hannover direkt zu gewinnen.

Die Diskussionen auf dem Parteitag waren geprägt von der Finanzkrise. „Wir müssen zu einer neuen Verantwortung auf den Finanzmärkten kommen und hierfür braucht es einen starken Staat und klare Regeln“, sagte Marco Brunotte, „die Fehler von Managern dürfen nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden.“ Der Neoliberalismus habe sich selbst überholt und die Märkte an die Wand gefahren. Nun seien neue Antworten zur Bewältigung der Krise erforderlich.

Mit einem Initiativantrag unterstützte der Parteitag die Einführung eines Sozialtickets für die Region Hannover. Und auch zum Thema Bildung gab es ein klares Bekenntnis der SPD zur Gesamtschule. Die Pläne der Niedersächsischen Landesregierung, an der IGS das Abitur nach Klasse 12 einzuführen wurden ebenso wie das de-facto Errichtungsverbot für Gesamtschulen kritisiert.

„Der Parteitag war ein klares Zeichen des Aufbruchs der Sozialdemokraten in der Region Hannover“, sagte Marco Brunotte im Anschluss, „jetzt gilt es mit hochgekrempelten Ärmeln anzupacken und gute Politik zu machen.“







Auf dem Parteitag der SPD
Marco Brunotte, Irina Scharnowski, Caren Marks, Michael Bechtloff, Anja Sander, Bärbel Michaelis, Inga Bohr, Klaus Dittmann, Gisela Göldner, Sven Seidel und Matthias Miersch.