GRÜNE: Behörde des Umweltministeriums lässt Langenhagen im Regen stehen
Langenhagen, 13.03.2009.„Es ist eine Sauerei, wie das Land mit der Stadt umgeht!“, empört sich der grüne Fraktionsvorsitzende Dirk Musfeldt. Die Stadtverwaltung hatte im Stadtplanungs- und Umweltausschuss mitgeteilt, dass das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim bis mindestens Mitte des Jahres nicht in der Lage ist, die notwendigen Daten für eine sachgerechte Lärmaktionsplanung zu liefern.
„Den Kommunen wird per Gesetz die komplexe und anspruchsvolle Aufgabe samt einer Erledigungsfrist zugewiesen, aber Umweltminister Sander und seine Behörden sind nicht in der Lage, die notwendigen Grundlagen zu schaffen“, stellt Musfeldt klar.
Die Datenlieferung hatte sich bereits mehrfach verzögert und war zuletzt für März angekündigt. Mit den bisher vorliegenden Zahlen könne etwa die Doppelbelastung durch Flug- und Straßenlärm genauso wenig abgebildet werden, wie die Geräuschsituation hinter abschirmenden Gebäuden. Auch seien absehbare Entwicklungen des Lärms in den kommenden Jahren nicht berücksichtigt.
„Wenn wir auf dieser Grundlage planen würden, würden uns die Bürgerinnen und Bürger zu Recht kritisieren“, fürchtet der Bündnisgrüne.
Die Stadtverwaltung habe daher den einzig richtigen Weg beschritten, auf Kosten der Stadt eigene Berechnungen anstellen zu lassen. „Die Ausgabe wäre zwar vermeidbar gewesen, aber so kommen wir wenigstens voran“, lobt Musfeldt das Vorgehen. „Ich bin sicher, dass wir auf diese Weise eine brauchbare Grundlage erhalten, um zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern bis zum Jahresende zu einem aussagefähigen Lärmaktionsplan zu kommen.“
