CDU-Fraktion: Neues Logo ist überflüssig
Heuer kritisiert Alleingang beim neuen Stadtlogo
Langenhagen, 09.03.2009.„Das neue Logo ist überflüssig wie ein Kropf. Es ist ein Geschenk, das der Bürgermeister sich selbst zum 50. Stadtgeburtstag gemacht hat“ kritisiert der CDU-Fraktionsvorsitzende den Alleingang des Bürgermeisters und macht damit gleichzeitig klar, dass die Politik zu keiner Zeit an dem Entscheidungs- oder Findungsprozess beteiligt war, auch wenn dies in der Presse anders zu lesen war.
Dabei ist Heuer der Auffassung, dass ein neues Logo durchaus Sinn machen kann. „Dann muss es allerdings auch ein Ziel geben. Man muss etwas erreichen wollen mit dem Logo. Ein neues Ziel, auf das man zusteuern will, vielleicht ein Wir-Gefühl wecken, eine Marke harmonisieren, einen Aufbruch signalisieren, ein Image transportieren – eins ist jedoch ein neues Logo definitiv nicht, nämlich ein Selbstzweck. Da hilft es auch nicht, dass es für Bürgermeister Fischer gar kein neues Logo, sondern nur eine Neuauflage des alten ist“ argumentiert Heuer.
All das verbindet Bürgermeister Fischer jedoch nicht mit dem Logo, für ihn war einfach mal Zeit für ein neues Logo. Da kommt doch so ein fünfzigster Geburtstag gerade recht, vermutet Heuer: „Wenn man nun schon unbedingt ein neues Logo etablieren will, dann muss man das komplett anders anpacken. Ein guter Weg wäre zum Beispiel ein offener Wettbewerb mit einer Vorauswahl durch Politik und Verwaltung und anschließender Endauswahl durch alle Bürgerinnen und Bürger. Der offene Wettbewerb wäre Stattmarketing nach außen und die Endauswahl durch die Langenhagener Stadtmarketing nach innen. Durch Bürgerbeteiligung ein Wir-Gefühl schaffen, Verbundenheit und Identifikation schaffen. Das neue Logo wäre dann nicht irgendeine Zeichnung, sondern unser Logo. Das kann man aber nicht erreichen, wenn man den ganzen Prozess hinter verschlossenen Türen vornimmt und das Endergebnis dann abkippt. Letztlich ist das auch ein Affront gegen den noch jungen Stadtmarketingverein, der ebenfalls kein Mitspracherecht hatte“ ist Heuer überzeugt.
Dabei richtet sich seine Kritik nicht gegen das Design des Logos und damit auch nicht gegen die Designerin Frau Hertwig. „Da wir nicht wissen, was die Vorgaben waren, können wir auch die Arbeit der Designerin nicht kritisieren“ so Heuer. Er vermutet allerdings, dass es mit der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Logo nicht weit her ist, wenn es auf dem jetzt gewählten Weg durchgedrückt wird. Für die CDU-Fraktion stellt sich damit natürlich auch die Frage nach den Kosten für diese sinnfreie Aktion.
Die Erstellungskosten für das neue Logo sind für Heuer dabei das kleinere Problem. „Ich fürchte, dem Bürgermeister ist gar nicht bewusst, was da alles dran hängt. Jedes Hinweisschild, jede Visitenkarte, Briefköpfe, Formulare, Beschriftungen von Fahrzeugen, alles muss angepackt werden. Wir werden hier nachhaken, da im Haushalt 2009 nichts dergleichen enthalten ist. Vorausschauendes Handeln sieht jedenfalls anders aus“. So erklärt sich Heuer dann auch, das der neue Löwe heraldisch betrachtet nach hinten blickt, und eben nicht nach vorn, wie vom Bürgermeister erklärt.
