CDU gegen Streusandkistenabbau

Langenhagen, 09.01.2009.

"Das grenzt an einen Schildbürgerstreich", erklärt Eckart Jakob für die Kernstadt-CDU. "Auf der einen Seite werden die Bürger an ihre Streupflicht erinnert, auf der anderen Seite werden laut Pressebericht im großen Stil die Streusandkisten abgebaut.“
Die CDU hält die Maßnahme für grundsätzlich falsch. "Wenn die Stadtverwaltung in der Zeitung die Meinung äußert, 200 Euro seien viel Geld, können wir ihr da nur zustimmen. Diese Aussage passt allerdings nicht dazu, dass an anderer Stelle das Geld mit vollen Händen ausgegeben wird", sagt der Ortsverbandvorsitzende.
Eine Berechtigung für die Abbaumaßnahme sieht die CDU nicht: was an einer Streusandkiste im Jahr 200 Euro kosten soll, sei nicht erkennbar. Wenn es um Vermeidung von Vandalismusschäden gehe, könnte schon einmal viel durch Abschließen der Kisten erreicht werden. Das sei von der Stadt nach Angaben von Bürgern zuletzt nicht mehr gemacht worden ist. Auch dafür kann die CDU keinen Grund erkennen. Der Verweis auf den Betriebshof ist aus Sicht der Christdemokraten schlicht unsinnig: "Sollen die Bürgerinnen und Bürger erst mit dem Auto zum Betriebshof fahren, dort möglicherweise vor verschlossener Tür stehen, um anschließend die Gehwege vor ihrem Haus zum streuen und das ganze morgens um sechs?“ Das fragt sich Jakob und schließt an: „Für eine Stadt, die auch von den Grünen mitregiert wird, ist die Entscheidung zum Abbau der Kisten erstaunlich umweltfeindlich.“
Die CDU findet, dass hier zu Unrecht direkt beim Bürger gespart wird. "Wir haben seit der Kommunalwahl mit unserer Ratsfraktion so viele Sparvorschläge gemacht, die abgelehnt worden sind“, betont der Ratsherr. „Warum werden die Bürger ausgerechnet jetzt bei ihrem persönlichen Winterdienst behindert, nur um angeblich 200 Euro pro Kiste zu sparen?“ Lieber solle die Stadtverwaltung ihren Haushalt durchforsten, ob es nicht ein paar Projekte gibt, auf die man auch verzichten kann.