Krippenausbau: Marco Brunotte befürchtet Lücke
von 150 Millionen Euro
Langenhagen, 16.11.2008. Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD für Langenhagen, Isernhagen und
Burgwedel, sorgt sich um die Qualität an den Kindertagesstätten: „Leider
haben CDU und FDP im Landtag jetzt einen SPD-Gesetzentwurf für mehr
Kita-Qualität abgelehnt und sich gleichzeitig geweigert, eine Anhörung mit
Betroffenen und Experten zur Verbesserung der Kita-Qualität durchzuführen.
Wer nicht einmal bereit ist über Qualitätsverbesserung in Kitas zu
diskutieren, zeigt unverhohlen seine Geringschätzung für dieses wichtige
Thema. Gerade das Thema frühkindliche Bildung ist für derartige politische
Spielchen denkbar ungeeignet.“
Auch beim Ausbau der Krippenplätze wirft Marco Brunotte der Landesregierung
mangelnde Unterstützung vor: „Es zeichnet sich bereits heute ab, dass es bei
den Investitionen eine Lücke von 150 Millionen Euro geben wird. Der Druck
vor Ort und die Erwartungshaltung der Eltern sind groß. Vielerorts wird es
nicht reichen, Krippenplätze nur für 35 Prozent der unter Dreijährigen zu
schaffen. Auch bei den Betriebskosten für die Krippen kann man nicht von
einer ausreichenden Finanzierung durch das Land reden.“
Die SPD-Fraktion hat sich in einem Gesetzentwurf dafür ausgesprochen, die
Qualität in den Tageseinrichtungen zu verbessern. Unter anderem soll in
Krippengruppen für unter Dreijährige eine Erzieherin nur noch für fünf
Kinder zuständig sein. Die Gruppengrößen bei den Drei- bis Sechsjährigen
sollen von 25 auf 20 Kinder verringert werden.
„Der Ausbau der Betreuungsangebote darf nicht nur unter rein quantitativen
Gesichtspunkten vorangetrieben werden, sondern muss auch die qualitativen
Aspekte der Kleinkindpädagogik ausreichend berücksichtigen“, so Marco
Brunotte. „Nur in einem qualitativ hochwertigen Platzangebot ist die
gewünschte Entwicklungs- und Bildungsförderung von Kindern möglich. Der von
uns vorlegte Gesetzentwurf wäre ein erster Schritt für eine längst
überfällige Verbesserung der pädagogisch notwendigen Mindeststandards in
Tageseinrichtungen für Kinder in Niedersachen.“
