SPD empfindet Kritik des Wirtschaftsklubs
an städtischer
Ansiedlungspolitik als anmaßend
Langenhagen, 02.11.2008. Die SPD Langenhagen wendet sich gegen die Kritik des Wirtschaftsklubs, dass in der Nähe des Flughafens nicht verstärkt Logistikunternehmen angesiedelt werden.
„Allein an der Münchner Straße sind in den letzten zwei Jahren 150.000 qm Hallenflächen ganz überwiegend durch die Ansiedlung von Logistikunternehmen entstanden. Der zusätzliche Verkehr macht es erforderlich, die Verkehrsknotenpunkte auszubauen. Die Planungen dazu sind bereits auf den Weg gebracht.“, so Dr. Marc Köhler, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD. Die Ansiedlung von Logistikunternehmen in der Nähe des Flughafens sei bereits jetzt ein Selbstläufer. „Darauf müssen wir nicht, wie der Wirtschaftsklub-Pressesprecher van Cleef meint, noch 20 Jahre warten“, sagt Köhler. „Die Kritik an den angeblich nicht in diesen Zeitdimensionen denkenden Politikern ist nicht nur anmaßend sondern schlichtweg unzutreffend.“
Unverständlich sei auch die Kritik des Pressesprechers des Wirtschaftsklubs an dem Bestreben der Stadt, „einen bunten Branchenmix“ anzusiedeln. Die diesbezüglichen Bestrebungen der Stadt bezögen sich in erster Linie auf den Einzelhandel insbesondere im Zentrum. „Aber auch in Bezug auf die Ansiedlung anderer Gewerbe- und Industriebetriebe ist ein gesunder Branchenmix einer einseitigen Ausrichtung auf bestimmt Unternehmen vorzuziehen“, mein Marc Köhler. „Es ist nicht erstrebenswert, wenn das Wohlergehen einer Stadt und ihrer Bevölkerung zu eng mit bestimmten Wirtschaftszweigen verbunden ist. Krisen und negative Marktveränderungen führen zu erhöhter Arbeitslosigkeit und Steuerausfällen.“
Langenhagen sei durch seine zentrale Lage, den Flughafen und die Autobahnen schon seit Jahrzehnten ein attraktiver Logistikstandort.
Doch Marc Köhler will auch die Nachteile dieser Branche nicht ausser Acht lassen: „Speditionen erhöhen die Verkehrsdichte und machen erhöhte Investitionen der Kommunen in die Verkehrsinfrastruktur erforderlich. Dabei schaffen sie im Verhältnis zu anderen Unternehmen relativ wenige Arbeitsplätze.“ Eine noch stärkere Fokussierung der städtischen Ansiedlungspolitik auf Speditionen möge zwar im Sinne bestimmter Logistikdienstleister sein, komme aber nicht einer gesunden kontinuierlichen Stadtentwicklung zugute.
