Brunotte: Kleinere Gruppen und mehr Betreuungskräfte für Krippen und Kitas
SPD bringt im Landtag Gesetzentwurf zur Verbesserung der Betreuungsqualität
ein
Marco Brunotte (SPD),
Landtagsabgeordneter für Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel.Langenhagen, 26.10.2008.
Für mehr Qualität in den Kindertageseinrichtungen setzt sich die SPD in
Niedersachsen ein: Die SPD-Landtagsfraktion hat dazu jetzt einen
Gesetzentwurf zur Veränderung des Kindertagesstättengesetzes eingebracht,
erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete für Langenhagen, Isernhagen und
Burgwedel, Marco Brunotte. „Wir wollen kleinere Gruppen, einen günstigen
Personalschlüssel und ausreichende Verfügungszeiten für das Personal“, so
Marco Brunotte. Neben die Ausweitung insbesondere der Krippenplätze in allen
Städten und Gemeinden müsse dringend eine „Qualitätsoffensive“ eingeleitet
werden, fordert Brunotte. Niedersachsen hinke deutlich hinter anderen
Bundesländern her.
Nachdem sich der Bund mit einem 4-Milliarden-Programm an dem überfälligen
Ausbau der frühkindlichen Bildung und Betreuung beteiligt, dürfe das Land
nicht abseits stehen. „Wir setzen mit unserem Gesetzentwurf da an, wo
Eltern, Fachleute, Erzieherinnen und Erzieher die notwenigen Verbesserungen
einfordern: Die Zahl der Plätze muss wie vorgesehen bis 2013 auf 35 Prozent
eines Jahrgangs erhöht werden. In Krippen für die unter Dreijährigen muss
der Personalschlüssel auf fünf Kinder pro Erzieherin verändert werden. Die
Verfügungsstunden für Gruppenleitungen sollen von 7,5 auf 12 Stunden erhöht
werden. Die Gruppengrößen in den Kindertagesstätten für die Drei- bis
Sechsjährigen sollen von bisher 25 auf 20 Kinder verringert werden“, fordert
Brunotte.
„Alle sind sich einig“, so Marco Brunotte, „dass frühkindliches Fördern und
Fordern der Dreh- und Angelpunkt für den späteren Schul- und
Ausbildungserfolg der Kinder ist. Deshalb ist in eine Verbesserung der
Qualität von Krippen- und Kitabetreuung investiertes Geld gut angelegt!“
Damit es aber nicht zu einer Schieflage zwischen den Angeboten in so
genannten reichen und armen Kommunen komme, will die SPD die notwendigen
Kosten in Höhe von knapp 50 Millionen Euro im Landeshaushalt bereit stellen.
„Wir haben sorgfältig gerechnet“, betont Brunotte. „Zusammen mit den
Bundesmitteln und sinkenden Kosten beim künftigen Bedarf wegen
zurückgehender Kinderzahlen muss in Niedersachsen jetzt in Ausbau und
Qualität investiert werden, damit unsere Familien und Kinder nicht im
Bundesvergleich abgehängt werden“, erläutert der SPD-Landtagsabgeordnete die
Gesetzesinitiative.
