EPL-Nahwärmenetz im Weiherfeld von der Stadt Langenhagen zertifiziert:
Ausgezeichnet effizient
Langenhagen, 01.10.2009.Mit dem Betrieb der Biogasanlage in Kaltenweide punktet die Energie-Projektgesellschaft Langenhagen (EPL) doppelt: Erneuerbare Energie wird in brennstoffsparender Kraft-Wärme-Kopplung genutzt. Auch Bauherren und die Umwelt profitieren davon. Zwei Zertifikate bestätigen das für das Nahwärmenetz im Langenhagener Wohngebiet Weiherfeld.
„Wer in den Wohngebieten baut, die wir mit Nahwärme beliefern, ist aus dem Schneider“, sagt Jürgen Lehmeier von EPL – und bezieht sich darauf, dass die Wärme aus dem Nahwärmenetz im Weiherfeld den Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) automatisch entspricht. Das bescheinigt auch ein Zertifikat von der Stadt Langenhagen. Bauherren und Planer müssen dadurch weder den Bau von Solarkollektoren noch andere Maßnahmen vorsehen. Die Kosten entfallen, der organisatorische und planerische Aufwand vermindert sich entsprechend.
Zum Hintergrund: Das Gesetz verpflichtet seit Anfang des Jahres Eigentümer neu errichteter Gebäude dazu, einen Teil ihres Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Nahwärme aus klimaschonender Kraft-Wärme-Kopplung zählt als gleichwertiger Ersatz. Da zusätzlich Biogas genutzt wird, ist die Nahwärme besonders umweltschonend.
Ein zweites Zertifikat bescheinigt der EPL-Wärme im Weiherfeld einen Primärenergiefaktor von 0,5. Dieser Wert ist wichtig für das Einhalten der Vorgaben aus der Energie-Einsparverordnung (EnEV). Er bekommt besondere Bedeutung, weil zum 1. Oktober 2009 die neue Fassung der EnEV in Kraft tritt und die Vorgaben für Neubauten verschärft.
Zeichen setzen mit Biogas
Seit Ende 2008 liefert die Biogasanlage Kaltenweide klimaschonende Energie für die Energiezentrale im Weiherfeld. „Ein Erfolgsfaktor bei diesem Projekt ist sicherlich auch unsere enge Zusammenarbeit mit der Kommune und den örtlichen Landwirten“, sagt Lehmeier. „Damit wollen wir ein Zeichen setzen für ökologisches, nachhaltiges Energiemanagement.“
Durch die Kombination aus regenerativer Biogaserzeugung und effizienter Nutzung im modernen Blockheizkraftwerk spart EPL jedes Jahr rund 8.600 Tonnen CO2 ein und erzielt einen guten Primärenergiefaktor, also ein günstiges Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie.
