Bombenentschärfung am 29. März in Langenhagen
Fast 18.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen!
Die Stadtverwaltung informiert:
Langenhagen, 04.03.2009. Vor einem Jahr hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen mit diversen Planunterlagen bei uns vorgesprochen. Aufgrund der Auswertung allierter Luftbildaufnahmen gab es in Langenhagen circa 100 Verdachtspunkte auf vorhandene Kampfmittel.
Über Monate hinweg wurden Sondierungen auf privaten und öffentlichen Flächen durchgeführt. Schließlich haben sich 9 konkrete Punkte ergeben, Blindgänger sind dort positiv geortet worden.
Nach umfangreichen Vorarbeiten und Vorgesprächen ist nunmehr die Bergung der vermutlichen Bomben auf den 29. März gelegt worden.
Es hat bereits in der Vergangenheit in Langenhagen derartige Aktionen gegeben; dabei handelte es sich jedoch um lediglich 1 bis 3 Bombenfunde.
Da wir die Bevölkerung mit möglichst wenigen Evakuierungsterminen belasten wollen, sollen an dem genannten Termin alle 9 Verdachtspunkte geöffnet und die vorhandenen Bomben entschärft werden.
Da um jeden vermuteten Fundort ein Sicherheitsradius von 1000 m gezogen werden muss, ist ein sehr großes Gebiet von Langenhagen betroffen (siehe Plan), so dass fast 18.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen.
Die gesamte Aktion wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, deshalb wird bereits um 07.00 Uhr – Sommerzeit beachten! – mit der Evakuierung begonnen.
Wir bitten die betroffene Bevölkerung eindringlich um Unterstützung, in dem sie ruhig und schnell das Sperrgebiet verlässt. Je eher Sicherheit gemeldet werden kann, umso eher kann der Sprengmeister mit dem Entschärfen der Bomben beginnen.
Wir rechnen bei normalen Verlauf, wenn also nichts Unvorhergesehenes eintritt, dass das betroffene Gebiet in den frühen Abendstunden wieder freigegeben werden kann.
Als Sammelstelle für die Bevölkerung , die für diesen Tag keine eigenen Ausflugsziele oder Besuche plant, wird das Schulzentrum an der Konrad-Adenauer-Straße eingerichtet.
Für Fragen aus der Einwohnerschaft wird ein Bürgertelefon installiert, das am 27. und 28. März von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr und am 29. März ab 07.00 Uhr besetzt sein wird (Die Nummer des Telefons wird noch bekannt gegeben).
Auf die Verwaltung und insbesondere auf den Fachdienst Ordnungswesen kommt eine große strategische Aufgabe zu, die nur mit einem überaus großen finanziellen und personellen Aufwand und mit Hilfe anderer Behörden und Institutionen bewältigt werden kann.
Wir danken deshalb schon jetzt für die tatkräftige Unterstützung und Mitarbeit der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr, der Johanniter, des Technischen Hilfswerkes und der Berufsfeuerwehr Hannover (letzterer, da auch ein kleiner Teil der Landeshauptstadt im Sperrgebiet liegt).
Es sind im Vorfeld viele Gespräche zu führen und Absprachen zu treffen, beispielsweise im Hinblick auf die Räumung von Altenheimen, die Sperrungen der Autobahn A 2 und der Bahnverbindung Hannover – Hamburg. Schließlich müssen Kirchen und Firmen im Sperrgebiet geschlossen bleiben.
