Wirtschaftsklub Vorstand tritt komplett zurück
Langenhagen, 19.12.2008.Der scheidende Vorsitzende Olaf-Ulrich Krause fühlt sich „emotional berührt, ja getroffen“ vom Geschehen im Wirtschaftsklub innerhalb der letzten 6 Monate. Besonders seine Person sei von Teilen der Mitgliedschaft massiv unter Druck gesetzt worden.
Obwohl der Vorstand erst vor knapp vier Wochen auf der Mitglieder-versammlung gewählt wurde, kam man überein, jetzt gemeinsam und komplett zurückzutreten. Nach eigenem Bekunden hatte man Hoffnung, nach der Mitgliederentscheidung „ruhig und in freundlicher Atmosphäre“ an der Zukunft des Klubs arbeiten zu können. Dies sei aber nicht so gekommen.
Olaf-Ulrich Krause, Jörg Kleczka, Frederic van Cleef, Eric Engelhardt, Carsten Meiners und Bernd Bühmann treten mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern im Vorstand des Wirtschaftsklub Langenhagen e.V. zurück.
Krause und Kleczka treten außerdem von ihren Vorstandsposten im gemeinnützigen Verein Wir helfen e.V. zurück. Gleichzeitig erklärt Wirtschaftsklub Gründer und langjähriges Vorstandsmitglied Claus Holtmann seinen Austritt aus dem Verein Wir helfen e.V.
Die nun ehemaligen Vorstandsmitglieder prangern den Stil der Kritik an, die ihnen entgegen schlug. Dies ging von Fristsetzung zur Erledigung von Aufgaben bis zu juristischer Bedrohung.
“Eine kleine Gruppe hat gegen den Vorstand gearbeitet,“ so Krause, „Veränderung ist immer gut, aber es war eine andere Sache, wie das kommuniziert wurde.“
Niemand in einem Verein hätte es verdient, dass ihm von anderen Mitgliedern derart mitgespielt wird.
Die „gegnerische Gruppe“ innerhalb des Klubs soll aus „höchstens einer handvoll“ Mitgliedern bestehen, wobei auch zwei Namen genannt wurden.
Das Stadtmagazin wird die Personen nennen, sobald deren Kommentare vorliegen.
Die derzeitige Situation:
Der Wirtschaftsklub ist ab sofort ohne Vorstand und ab 1. Januar auch ohne Geschäftsführung.
In einer heute verschickten Mail an die Mitglieder wurde empfohlen, kurzfristig über eine außerordentliche Mitgliederversammlung nachzudenken.
Zitate:
Krause: "Der Wirtschaftsklub ist ein Leuchtturm in Deutschland, alle schauen nach Langenhagen. Unglaublich, da tritt man sich selber die Beine weg."
Holtmann: "Es braucht einen scharfen Neuanfang damit nicht alles kaputtgeht."
van Cleef: "Wir glauben auch weiterhin an die Zukunft des Wirtschaftsklubs."
Komisch ist es schon.
Da lässt sich ein Vorstand von Mitgliedern wählen bzw. bestätigen, und tritt dann 4 Wochen später zurück. Der Vorstand sagt, es läge an Forderungen, Fristsetzungen bis zu juristischen Drohungen. Alle Mitglieder dieses Vorstandes sollten sich im Laufe ihres Berufslebens doch mit so etwas auskennen: zahlen wenn berechtigt – aussitzen wenn unbegründet. Das Ehrenamt der Vorstandsmitglieder wird hervorgehoben und ist auch aller Ehren wert. Nur fragt man sich, ob die Abwicklung dieser unsäglichen Geschichte nicht Aufgabe der bezahlten Geschäftsführerin gewesen wäre.
Wenn jemand aus einem Verein austritt, den er nach eigenem Bekunden nicht unterstützt und dem er auch keine Zukunft voraussagt, dann ist das eigentlich eher eine logische Folge als ein besonderes Ereignis. Komisch ist es, wenn er es erst aus juristischem Druck heraus tut.
Die Wirtschaftsklubmitglieder sind jetzt moralisch verpflichtet, dafür zu sorgen, dass es in Langenhagener Vereinen nicht eines Tages heißt: „Frag lieber nicht zu oft nach, du weißt doch, was damals mit dem Wirtschaftsklub passiert ist!“
