Seniorenbeirat informiert sich in Senioreneinrichtungen
Was zählt ist der Mensch
Langenhagen, 28.11.2008.Um sich einen Überblick über Langenhagener Pflegeeinrichtungen und -dienste zu verschaffen, besuchen Mitglieder des Seniorenbeirates regelmäßig Einrichtungen und Treffpunkte für Senioren und greifen dort Erfahrungen und Anregungen zur Weiterarbeit auf.
Wichtig ist ihnen dieser Erfahrungsaustausch auch für die Mitarbeit beim „Runden Tisch Pflege“.
Diesmal stand ein Besuchstermin im Anna-Schaumann-Stift auf dem Programm. Nach einer informativen Einleitung durch die Leiterin Frau Brandt mit anschließender Diskussionsrunde wurden das von der Birkenhof Altenhilfe gGmbH geführte Haus und seine Einrichtungen besichtigt.
Schon heute ist das Anna-Schaumann-Stift ein bekanntes Zentrum für ältere Menschen in Langenhagen.
Neben der Beratung und stationären Hilfe werden auch Tages- und Kurzzeitpflege im Haus angeboten. In Wohn- und Pflegeapartements werden ältere Menschen nach dem Prinzip der aktivierenden Pflege begleitet.
Hin zu einem Dienstleistungszentrum in dem das Leben im Alter lebenswert gestaltet werden kann.
Egal, ob Unterstützung beim Einkauf oder im Stift gebraucht wird. Die Möglichkeit ihren Bereich mit liebgewordenen Möbeln selbst einzurichten ist ein Angebot der Pflegeeinrichtung.
Ein Problem bei der Bewältigung vielfältiger Aufgaben ist die Administration, zwar hört sich die Vorgabe des Pflegeschlüssels 1:1,9 gut an, ist aber in der Praxis nicht einzuhalten. Dokumentation und andere schriftliche Aufgaben haben in den letzten Jahren zugenommen und gehen somit zu Lasten der Pflegezeiten. Die gesamte Wäschereinigung wird durch externe Firmen erledigt. Positiv ist anzumerken, dass die hauseigene Küche für frische Zubereitung der Speisen sorgt. Aus Kostengründen geht die Einrichtung neue Wege indem auch andere Insitutionen mit Essen beliefert werden. Zusätzlich wird ein offener Mittagstisch für ältere Langenhagener Bürger im Restaurant preiswert angeboten. Ein weiteres Thema war die Qualitätssicherung inzwischen haben sich Pflegekassen, Heimträger und Kommunen auf bundesweit einheitliche Bewertungsregeln geeinigt, die es den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen ermöglichen, Qualitätsmerkmale zu vergleichen.
Vom nächsten Jahr an sollen in fünf „Fächern“ - von der sozialen Betreuung über die medizinische Versorgung bis zur Verpflegung und Bewohnerzufriedenheit - Schulnoten von sehr gut bis mangelhaft vergeben werden. Die Zensuren sollen, so wie es die jüngste Pflegereform verlangt im Internet und per Aushang im Heim veröffentlicht werden. Bleibt zu hoffen, dass der im Faltblatt der Einrichtung zu lesende Ausspruch – Was zählt ist der Mensch – immer Vorrang haben wird.
