Langenhagener CDU unterstützt Aktion
der evangelischen Kirche
Langenhagen, 04.11.2008. "Alles hat seine Zeit - Advent ist im Dezember." So lautet das Motto der evangelischen Kirche zum Problem der vorzeitigen Weihnachtsware, die sich schon seit längerer Zeit wieder in den Läden ausbreitet. "Mit dieser Aussage trifft die Kirche voll ins Schwarze", findet Eckart Jakob vom CDU-Ortsverband Langenhagen.
"Eine zu diesem Thema aktive Bürgerin hat uns dazu angeregt, diese Aktion zu unterstützen, indem wir unsererseits darauf aufmerksam machen. Ihre Argumente haben uns überzeugt", teilt der Christdemokrat mit. Weihnachten würde doch gerade für die Kinder seinen Zauber verlieren, wenn schon im Herbst die ersten Weihnachtssterne in den Geschäften erscheinen. "Wenn die besondere Ausstattung eines Festes zur Alltäglichkeit herabgestuft wird, dann wird dieses Fest seiner Besonderheit als einem Höhepunkt im Jahreskreis beraubt", sagt Martin Hohmann vom Ortsverbandvorstand. "Wie will man Kindern die Advents- und Weihnachtszeit nahe bringen, wenn sich Weihnachtsatmosphäre schon lange vor der Zeit verbreitet?" fragt er sich. Es gebe dann keine Steigerung in der Erwartung mehr.
Er erinnert an eine Satire von Heinrich Böll, in der eine alte Dame Weihnachten als Dauereinrichtung überstrapaziert und damit ihrer Familie dieses Fest nachhaltig verleidet. "Das Besondere als Dauerthema wird zum Alptraum", fasst er zusammen.
"Wir wissen, dass der Einzelhandel ein vitales Interesse am Weihnachtsgeschäft hat. Wir appellieren aber an die Geschäftsleute, das weihnachtliche Angebot im größeren Umfang nicht vor dem ersten Adventswochenende auszulegen, ganz zu schweigen vom Anbringen der Weihnachtsdekoration", schließt Jakob. Er hofft auf die Einsicht der Branche und ergänzt: "Vielleicht erkennt man ja, dass der Kaufanreiz umso größer ist, je mehr die Advents- und Weihnachtsware etwas besonderes bleibt."