Marco Brunotte: Landesregierung muss sich zum Flughafen bekennen!

SPD in Sorge um Arbeitsplätze am Flughafen

Langenhagen, 09.09.2008.

Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag setzt sich für den Flughafen Hannover-Langenhagen ein. „Es ist wichtig, dem Flughafen Hannover-Langenhagen den Rücken zu stärken, insbesondere auch, um tausende Arbeitsplätze in Niedersachsen zu halten", sagt Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter für Langenhagen, „Hannover-Langenhagen muss auch nach möglichen Fusionen von Fluggesellschaften Sitz einer wichtigen Airline bleiben. Wir dürfen nicht zulassen, dass beispielsweise TUIfly die Flugzeugwartung in Hannover schließt."

Marco Brunotte betont die überragende wirtschaftspolitische Bedeutung des Flughafens für Niedersachsen: „Wir wollen von der Landesregierung endlich ein klares Bekenntnis zum Flughafen Hannover-Langenhagen. Es wäre ein Riesenfehler, Tafelsilber zu verscherbeln und damit den Wirtschaftsstandort Niedersachsen zu schwächen, um Haushaltslöcher zu stopfen. Genauso wenig dürfen sich die neoliberalen Ideologen in der Regierungskoalition mit ihrem Privatisierungswahn durchsetzen."

In diesem Zusammenhang mahnt Brunotte an, dass der Flughafen Hannover nicht zu einem Zubringerflughafen für einen anderen Großflughafen wie Frankfurt degradiert werden darf. Auf Ablehnung stößt bei Brunotte die Tatsache, dass der Konkurrenzflughafen in Kassel-Calden staatlich subventioniert wird: „Die Erfahrungen zeigen, dass derartige Flugplätze dauerhaft von staatlichen Subventionen abhängig sind und sowohl volkswirtschaftlich als auch ökologisch unsinnig sind." Im Übrigen werden die angrenzenden Städte und Gemeinden durch diesen Flughafen unnötigerweise zusätzlich belastet.

Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag setzt sich in einem Entschließungsantrag für die Stärkung des Flughafens Hannover-Langenhagen ein, der in der nächsten Landtagssitzung beraten werden soll. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, die mehrheitliche Beteiligung von Land und Stadt weiterhin zu gewährleisten und eine mögliche Veräußerung von Landesanteilen eng mit der Stadt Hannover abzustimmen. Außerdem soll nach dem Willen der SPD-Fraktion die hessische Landesregierung dazu bewegt werden, auf die wettbewerbsverzerrenden staatlichen Zuschüsse für das Flugplatzprojekt in Kassel zu verzichten.