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Es gibt Branchen, in denen Mitbürger aus anderen Ländern besonders erfolgreich sind. Dazu gehört der Berufszweig des Änderungsschneiders. In unserer Reihe „Internationales Langenhagen“ haben wir einen erfolgreichen Geschäftsmann dieses Metiers besucht.
Sabahattin Düzgün ist seit mittlerweile 12 Jahren mit seinem Unternehmen in der Markthalle ansässig.
Insgesamt verfügt der türkischstämmige Schneider über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung. Bedenkt man, dass Düzgün erst 34 Jahre alt ist, kommt man zu der Erkenntnis: Schon als Junge von 13 Jahren begann er, berufstätig zu sein.
„Es waren damals in der Türkei nur fünf Jahre Grundschule Pflicht“, erzählt Düzgün und meint selbst, dass dies eigentlich zu wenig sei. Einen so frühen Start in das Berufsleben gibt es in der Türkei aber heute auch nicht mehr - acht Schuljahre sind dort jetzt Pflicht. Sabahattin Düzgün jedoch hatte das Schneidern einfach im Blut - und hat schon als Schüler in den Ferien bei einem Onkel in den Beruf geschnuppert. Das Foto rechts zeigt ihn an seiner Lehrstelle. Ein Onkel war es, der ihm das Schneidern beibrachte.
In seinem Unternehmen in Langenhagen hat Düzgün heute auch viele Modegeschäfte als Stammkunden. Bei Sabahattin Düzgün werden auch die kniffligsten Änderungsarbeiten zuverlässig durchgefü̈hrt. So kann man zum Beispiel auch Pelze bei ihm ändern lassen. Strickwaren, Lederbekleidung, und auch Gardinen ändert er günstig und zuverlässig.
Der Langenhagener Änderungsschneider findet es schade, dass viele schöne Stücke bei seiner Kundschaft im Schrank hängen bleiben, weil sie nicht ganz die modische Form haben. Er weiß: „Man kann aus vielen Stücken mit ein paar Änderungen wieder modische Kleidung machen.“ Solche Aufträge mag der Änderungsschneider, der aber auch neue Stücke gern anfertigt. Wer ein ganz bestimmtes neues Kleidungsstück haben möchte, das es nicht im Geschäft gibt, kann mit dem Stoff für das neue Sück zu ihm kommen und bekommt ganz neu gefertigte Kleidung nach eigenem Gestaltungswunsch maßgeschneidert.
Er stickt mit eigener Stickmaschine auch gern Namen oder Monogramm in ein Kleidungsstück.
Aus dem türkischen Jungen, der so früh in die Lehre ging, ist ein moderner Langenhagener Geschäftsmann geworden, der sich am Markt behauptet. Düzgün fühlt sich mittlerweile in Langenhagen heimisch, wo er mit seiner Familie lebt und gern arbeitet. Er hat keine Sehnsucht
danach, in die Türkei zurückzukehren. Die vielen Stammkunden freuen sich darüber.
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