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Es vergeht kaum eine Bundes-Gartenschau ohne Auszeichnungen für Birgit Ehlers-Ascherfeld. Die stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Friedhofsgärtner ist kürzlich in Koblenz erneut geehrt worden. Für das zukunftsorientierte Konzept des „Memoriam-Gartens“ hat sie gemeinsam mit dem Steinmetzkollegen Uwe Spiekermann einen Ehrenpreis des niedersächsischen Landwirtschaft-Ministeriums erhalten.
Bereits 2009 wurde das Konzept von Bundesministerin Ilse Aigner mit dem „Deutschen Innovationspreis Gartenbau“ ausgezeichnet. Mittlerweile gibt es in Deutschland bereits vier Memoriam-Gärten nach dem Konzept der Langenhagener Fachleute.
Memoriam-Gärten stellen eine Alternative zur zunehmenden Anonymisierung auf Friedhöfen dar. In einer mit Symbolpflanzen gärtnerisch anspruchsvoll gestalteten Gesamtanlage finden sich verschiedene Grabarten vom Urnengrab über das Einzel- bis zum Partnergrab. Memoriam-Gärten sind wie richtige Gärten gestaltet, Gräber und Rahmenbepflanzung bilden eine harmonische Einheit.
Was für die Hinterbliebenen entfällt, ist die regelmäßige Grabpflege, denn mit dem Erwerb eines Nutzungsplatzes in der Anlage wird zu fairen Konditionen ein Dauergrabpflegevertrag geschlossen.
Die Anlage wird durch Sitzgelegenheiten, Kunstgegenstände oder Wasseranlagen zu einem angenehmen Ort der Erinnerung, der stets gepflegt aussieht, ohne dass er Mühe macht. Birgit Ehlers-Ascherfeld sieht den Friedhof als einen Ort besonderer Kultur und weiß, dass Angehörige einen Platz zum Trauern brauchen. So arbeitet sie an Konzepten, die von Preis und Arbeitsaufwand her für Hinterbliebene machbar sind, ohne dass die Entscheidung für eine anonyme Bestattung oder ein schmuckloses Rasengrab gefällt werden muß.
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