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Sie heißen Mausohr, Hufeisennase oder Abendsegler. Sie lieben die Dämmerung und sie sind die Stars der 14. Europäischen Fledermausnacht, die vom Naturschutzbund NABU und EUROBATS, der Koordinationsstelle für den europäischen Fledermausschutz, am letzten Augustwochenende veranstaltet wird.
Mit vielen kleinen und großen Aktionen wollen die Fledermausfreunde in ganz Europa und auch in der Bundesrepublik damit das öffentliche Interesse auf die lautlosen Nachtjäger lenken. „Auch wenn Fledermäuse in den letzten Jahren, zumindest was ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit angeht, große Fortschritte gemacht haben und die Zahl der Menschen, die sich für ihren Schutz engagieren, stetig wächst, gibt es noch viel zu tun. Und es lohnt sich, denn das Engagement im NABU für die lautlosen Nachtjäger trägt Früchte.“ sagt Ricky Stankewitz, 1. Vorsitzender vom NABU Langenhagen. Einige Arten, wie zum Beispiel die Zwergfledermaus, haben sich in ihren Beständen erholt und es konnte ihre Gefährdungseinstufung in der Roten Liste zurückgenommen werden. Alle 18 niedersächsischen Fledermausarten werden auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt. Die Gründe für die Misere sind vielgestaltig und reichen von der chemischen Behandlung von Dachstühlen, über die Verluste an Höhlenbäumen bis hin zu den Störungen in Höhlen und Stollen im Winter. Das größte Problem ist jedoch der Mangel an Insektennahrung durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder anderen Chemikalien in der Landwirtschaft und der Verlust an landschaftlicher Vielfalt. Dieses breite Spektrum an Ursachen macht einfache Lösungen schwierig. „Wer Fledermäusen helfen will, muss an vielen verschiedenen Rädchen drehen und sich auf jeden Fall für eine veränderte Landnutzung einsetzen. Um hier aber wirklich Bewegung in die Sache zu bringen, ist es notwendig, dass viele Menschen für den Schutz von Fledermäusen eintreten.“ so Stankewitz weiter. Deswegen soll die Europäische Fledermausnacht auch helfen, mit Vorurteilen gegenüber dieser Tiergruppe aufzuräumen. Nach wie vor ist nämlich der Aberglaube lebendig, die Tiere wären blutsaugende Vampire und würden in die Haare friedlicher Menschen fliegen. „Spätestens nach der diesjährigen Fledermausnacht sollten die meisten Menschen wissen, dass das Unfug ist und die Fledermäuse neue Freunde gefunden haben“ ist der Naturschützer überzeugt. Wer jetzt Interesse hat mehr über Fledermäuse zu erfahren, kann das bei der vom NABU Langenhagen veranstalteten Fledermausführung im Wietzepark. Der Treffpunkt ist am Samstag, 28. August um 20:30 Uhr der Parkplatz auf der Langenhagener Seite des Wietzeparks. Für Fragen können sich die Interessierten Naturfreunde bei Ricky Stankewitz per E-Mail an
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oder telefonisch unter 0511-7246926 melden.
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