Navigationspfad: Startseite / Stadtgeschichte / PFERDEgeschichten / PFERDEgeschichten: Prächtig gebaute Bauernhäuser

Übersetzung

PFERDEgeschichten: Prächtig gebaute Bauernhäuser  E-Mail

 

Wie Langenhagen in der großen Zeit des Pferdehandels ausgesehen haben mag, können wir uns kaum vorstellen. Dass entlang der heutigen Walsroder Straße Wohlstand herrschte, erfahren wir aber aus der Literatur. Die "Oeconomische Encyklopädie, oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft" aus dem Jahr 1796, geschrieben von Johann Georg Krünitz, weiß Folgendes zu berichten: "Langenhagen, eine hannoverische Amts-Vogtey im Fürstenthume Calenberg, wobey ein großes Dorf gleichen Namens liegt, welches sich fast 1 Meile in die Länge erstreckt, und aus einer einzigen Reihe gut und zum Theil prächtig gebauter Bauern-Häuser besteht.

Es wohnen daselbst viele Roßhändler." Welche eine malerische Vorstellung! Ein breiter Reitweg, gesäumt von prächtigen Bauernhäusern!

 

 

Reinliche und wohlhabende Oerter

Ja, Langenhagen galt als besonders reinlich und schön in dieser Zeit. Im "Göttingischen historischen Magazin" schreibt Christoph Meiners 1788 in einem Reisebericht: "Nichts ergötzt auf der Reise durch die Haiden zwischen Hannover und Bremervörde mehr, als der Anblick der wohlgebauten, oder wenigstens reinlichen und wohlhabenden Oerter, die man auf diesem Wege ans trifft... In wenigen Gegenden von Teutschland trifft man so schöne Städtchen und Flecken von gleicher Grösse an, als Rotenburg und Walsrode, besonders aber Bremervörde und Langenhagen sind.“

Gesichert wissen wir nur, dass es zu dieser Zeit bereits den Zollkrug als gastliche Stätte gab. Es waren Fachwerk-Hallenhäuser, die sich Bauernfamilien und Händler bauten.

Zwei-, Drei- oder Vierständerhäuser, in denen Mensch und Tier unter einem Dach wohnten, waren die Bauweise dieser Zeit. Um die große Diele mit der Feuerstelle in der Mitte gruppierten sich Kammern und Ställe, mit dem zunehmenden Wunsch nach Bequemlichkeit aber auch Stuben. Haussprüche und Inschriften über den Toren aber auch Giebelverzierungen waren die persönliche Note dieses Häusertyps, der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts vorherrschte.

Nichts erinnert heute mehr an diese Vergangenheit der historischen Straße - dass Langenhagen ein besonders schönes Dorf war - die Vorstellung ist uns angesichts der Bausünden nach dem 2. Weltkrieg fremd geworden!

 

 

Ein Komet über Langenhagen

Das Münchner Intelligenzblatt, herausgegeben vom Churfürstl. Intelligenz- u. Address-Comtoir im Jahr 1792, berichtet von einer besonderen Himmelserscheinung. Ausführlich wird geschildert, wie ein Komet am 12. November 1791 in Göttingen den Himmel erleuchtet. den Nachthimmel erleuchtet. Der Artikel weist, dass dieser Komet auch in unserer Gegend zu sehen war, bezeugt unter anderem von einem Langenhagener: "Drey Landleute von Behrenbostel, Bissendorf und Langenhagen, die sich zur Zeit diese Meteors auf dem Wege nach Hannover befanden, kamen in ihren Aussagen darinn völlig überein: Sie hatten einen so starken Blitz gesehen, als wenn Himmel und Erde völlig in Feuer gestanden." Obwohl der gelehrte Autor des Beitrages, Ludwig Chrisitan Lichtenberg, von einer "schönen Lufterscheinung" spricht, wird das einfache Volk weniger Freude daran gehabt haben. Furcht und Schrecken verbreiteten Himmelserschinungen in einer Zeit, als man noch nicht wusste, was ein Komet ist und am Himmel daraus auch Signale göttlichen Zorns interpretierte.

 

 




 

Der neue Waldkater

Get Adobe Flash player

Valid XHTML 1.0 Transitional CSS ist valide!