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Die dreissiger Jahre bringen den Zusammenschluß von Langenhagen, Langenforth und Brink zu einer größeren Gemeinde, die den Namen Langenhagen trägt. Doch das Ende des Jahrzehnts bringt den Krieg, dem ein eigenes Kapitel in dieser Chronologie gewidmet ist.
1931 Schienenzeppelin rast an Langenhagen vorbei: Ein weiteres Stück Bahngeschichte wird 1931 auf der Hasenbahn geschrieben. Mit dem Schienenzeppelin vom hannoverschen Ingenieur Franz Kruckenberg wurden Versuchsfahrten durchgeführt, wobei der Wagen Spitzengeschwindigkeiten von 205 km/h erreichte. Ausgestattet ist die Superlok mit einem Maybach-Motor, welcher sonst auch im Zeppelinbau Verwendung findet. Neu an dieser Konstruktion ist, dass der Antriebsmotor nicht mehr unter dem Fahrzeug eingebaut, sondern in den langgezogenen Vorbauten untergebracht ist, was für die Fahrgäste weniger Fahrgeräusche bedeutet. Ein riesiger Heckpropeller mit 600 PS verleiht dem Triebwagen die Wahnsinnsgeschwindigkeit, die noch nicht einmal Flugzeuge in dieser Zeit erreichen.
1934 Krähenwinkel erhält eine eigene Feuerwehr: Am 18. Mai 1934 gründet eine Gruppe aktiver Wehrmänner, die dem Spritzverband Langenhagen-Langenforth angehört, in Krähenwinkel die Freiwillige Feuerwehr. Durch den Feuerwehrzweckverband werden die Wehren aus Brink, Langenforth, Langenhagen, Krähenwinkel und Kaltenweide zusammengeschlossen. Der Kreiswehrführer ernennt Friedrich Reßmeyer zum Leiter der Feuerwehr Krähenwinkel. 1935 erhält die Wehr in Krähenwinkel ihr erstes eigenes Gerätehaus.
1935 Der letzte Nachtwächter Langenhagens: Noch können sich die Einwohner Langenhagens nachts sicher fühlen, ihr Schlaf wird von einem Nachtwächter bewacht. Mit Schäferhund und einer großen Tute ausgerüstet achtet er bei seinen Rundgängen vor allem darauf, dass kein Feuer ausbricht.
1935 Das Kampfgeschwader Boelcke zieht auf ein neues Flugplatzgelände in Evershorst. Ein wichtiger Standort für das Nazi-Regime in der Folgezeit. 1941 „befindet sich der größte Teil der hannoverschen Wehrmachtsunterkünfte in der Gemeinde Langenhagen“, kann man einem alten Schreiben entnehmen, das Ernst-August Nebig in seiner Arbeit über Langenhagen als Garnisonsstadt zitiert.
1935 Langenhagen wird noch länger: “Langenhagen - jetzt noch länger” lautete die Reaktion des “Hannoverschen Kuriers” auf die Zusammenlegung der Gemeinden Langenhagen und Brink 1938. Bereits 1935 erfolgt auf Erlass des Oberpräsidenten der Provinz Hannover die Zusammenlegung der Gemeinden Langenforth und Brink unter dem Namen Brink. 1937 erklärt sich der Brinker Gemeinderat einstimmig für den Zusammenschluss mit der Gemeinde Langenhagen, der schließlich am 2. Februar 1938 erfolgt. Die neue Gemeinde trägt den Namen Langenhagen, da sich mit diesem Namen die Geschichte der alten Siedlungen an der Stader Landstraße widerspiegelt, und da sich in Langenhagen auch bereits die Post und der Bahnhof befinden. Brink hingegen bringt in die neue Gemeinde ein Rathaus mit ein, das erst vor wenigen Monaten eingeweiht wurde. Langenhagen zählt nun 8 000 Einwohner und gehört zu den längsten Gemeinden des Umkreises von Hannover. Außerdem steht sie mit der Gesamtfläche von 2 000 Hektar an Landbesitz an der Spitze der Nachbargemeinden.
1937 Noch bimmelt die Linie 29 über die Walsroder Strasse: Klingelingeling, und allen ist klar, welches Fahrzeug vor der Tür an der Walsroder Strasse vorbeifährt: Die Linie 29. Diese beliebte Bahn verkehrt in diesen Tagen noch vorbei am Altersheim und Elisabethkirche, hin zum Reuterdamm und zurück nach Langenforth. Schon vor dem ersten Weltkrieg fuhr diese Straßenbahn mit der Nummer 29 durch Langenhagen, doch jetzt sind ihre letzten Tage eingeläutet. Der Motor übernimmt die Herrschaft auf der Walsroder Strasse, immer häufiger wird die alte Bahn zum Verkehrshindernis für Autos. Deswegen wird der moderne Oberleitungsbus am 6. Juni den Dienst übernehmen.
1938 Die Nationalsozialisten versammeln sich auch in Langenhagen mit viel Prunk, wie unser Bilddokument zeigt. Die dunklen Jahre beginnen.
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