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Schulenburg-Nord: Zeitzeugen für Dokumentation gesucht Drucken E-Mail

 

Schulenburg Nord: Der kleine Ortsteil, der vom Flughafen verdängt wird. Ein ehemals beschauliches Dörfchen an einem Badesee auf dessen anderer Uferseite Kananohe lag. Wo noch in den 60er Jahren gebadet wurde, starten und landen heute die Flugzeuge. Der See wurde zugeschüttet, die Verbindung nach Kananohe durchtrennt. Ein Ortsteil, der seit Jahrzehnten kleiner wird und irgendwann ganz verschwindet.

 

Eine Kehrseite des wirtschaftlichen Erfolges, der durch den Flughafen nach Langenhagen gekommen ist - Schulenburg Nord ist sein Opfer. Bei der Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Schulenburg-Nord beschlossen die Mitglieder nun einstimmig, eine Dokumentation über den kleinen Ortsteil zu erstellen.

Dazu werden jetzt Zeitzeugen, Berichte und Fotos über die Zeit gesucht, als es dort noch Bauernhöfe, Speditionen, Kneipen, einen Hühnerzuchtbetrieb, ein Hotel, eine Ziegelei, einen Kaufmannsladen, eine Futtermittelfabrik und bis vor wenigen Jahren einen Gasspeicher gab.

„Unser erstes Treffen, zu dem sich Zeitzeugen gemeldet hatten, nachdem sie über die Zeitung erfuhren, dass wir Informationen und Dokumente sammeln, war ein voller Erfolg“, informierte uns Karl-Heinz Dahlke, Sprecher der Interessengemeinschaft Schulenburg-Nord.

Dem Aufruf waren Heinrich Lindemann und Edda Roggendorf gefolgt, die Fotos aus den Jahren mitbrachten, als die Ortsteile Schulenburg-Nord und Kananohe noch direkt über die Schulenburger Dorfstraße zu erreichen waren. Da war die Hasenheide ein beliebtes Ausflugsziel für Hannoveranerinnen und Hannoveraner und auch am alten Forsthaus in Kananohe konnte man gemütlich zu Kaffee und Kuchen einkehren.

Außerdem lieferte Schulenburgs ehemalige Ortsbürgermeisterin Christa Röder Materialien, die sie mit Fritz Otto Grebowicz und Lisa Lehmann im Zusammenhang mit der Erstellung der Schulenburger Ortschronik gesammelt hatte.

Dahlke kann sich aber an viele weitere Tatsachen aus seiner Kindheit erinnern, zu denen die Interessengemeinschaft Schulenburg-Nord weiter auf der Suche nach Unterlagen ist. So werden zum Beispiel Materialien zur Futtermittelfabrik, zu den Ziegeleien, zum Restaurant Flughafenblick und zum Kaufmannsladen gesucht.

Außerdem wünscht Dahlke sich Fotos zu den inzwischen abgerissenen Häusern in Schulenburg-Nord und Daten der ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner.

Wer dazu beitragen kann, eine Dokumentation über den nördlichen Zipfel Schulenburgs zu ergänzen, der sollte sich bei Karl-Heinz Dahlke unter der Rufnummer 773894 oder über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. melden.

 




 

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