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Rapides Altern: Von 50 auf 700? Drucken E-Mail

Langenhagen feierte 2009 seinen 50. Geburtstag. Das klang noch ziemlich jung für eine Stadt. Und es ist tatsächlich auch eine "junge Stadt". Allerdings feiert Langenhagen 2012 nun bereits 700. Geburtstag. Und das bringt manchen zum Grübeln... Wie erklärt sich das rapide Altern?

Langenhagen ist zwar in der Tat eine "junge Stadt", aber eben auch ein "altes Dorf" und darum trefen beide Daten zu. 1312 markiert das Datum, in dem die erste urkundliche Erwähnung von "Nova Indagine", dem "Neuen Hagen" erfolgte. Weil es noch keine Aufzeichnungen aus Langenhagen selber gab, gilt dieses hannoversche Dokument offiziell als die "Geburtsstunde Langenhagens". Es ist jedoch nicht das Datum, als die ersten Menschen den heutigen Langenhagener Raum besiedelten. Wann der erste Langenhagener auf das Gebiet zog, ist natürlich nicht mehr feststellbar.

 

Auf heutigem Kaltenweider Gebiet, in Schulenburg und in Engelbostel lebten zuvor bereits beweisbar Menschen. Als Beweis gelten nur Urkunden, offizielle Dokumente und manchmal auch Aufzeichnungen über andere Orte. Land-Schenkungen an Klöster sind zum Beispiel Urkunden, die als Beweis für Siedlungstätigkeit genommen werden. Das große Geburtstagsfest Schulenburgs vor einigen Jahren basierte auf so einer Urkunde von 1308.

Kaltenweide bezieht seine Altersangabe aus einer Eintragung im Bürgerbuch der Stadt Hannover, in dem 1255 drei Brüder als Hernandus, Bertrandus und Winandus die Wagenzelle" bezeichnet wurden.

Wenn Langenhagen also 1312 feiert, so ist es ein Geburtstag der Kernstadt, des alten Dorfes Langenhagen. Wenn es um die erste urkundliche Erwähnung eines Ortes auf heutigem Gesamt-Stadtgebiet geht, so lägen die Ortsteile vorn.

 




 

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