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Obwohl sich die CDU-Fraktion gegen die Sanierung der Kreuzwippe ausgesprochen hat, stand jetzt ein Besuch in den Räumlichkeiten der alten Grundschule an. "Es bleibt schwer zu verstehen, dass dieses Haus für 1,35 Millionen Euro saniert werden soll, wo doch zum Beispiel zeitgleich den Eltern der Friedrich-Ebert-Schule mitgeteilt wurde, dass die Toiletten auf lange sich nicht saniert werden oder dass man überlege, die Fenster nicht zu erneuern, sondern noch einmal zu streichen, weil kein Geld dafür da sei" stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer bei dem Rundgang durch das Gebäude fest.
Die CDU-Fraktion hatte bis zuletzt versucht die teure Sanierung zu verhindern und hatte dafür Alternativ-Modelle vorgelegt, die jedoch ohne Diskussion abgelehnt wurden. "Als die Sanierung dann beschlossene Sache war, wollten wir aus der nun unvermeidlichen Investition, zumindest noch das Beste herausholen. Die Stadtratsfraktion konnten sich jetzt vor Ort davon überzeugen, was man aus diesem Gebäude hätte machen können" erläutert Mike Scheer, stellvertretender Ortsbürgermeister von Engelbostel. "Da sowieso ein großer Teil des Gebäudes entkernt wird und eigentlich nur die Außenmauern stehen bleiben, wäre das eine Chance gewesen, hier ein Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen, das neben einer Nutzung durch AWO und DRK der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestanden hätte" ist sich Scheer sicher. Leider seien jedoch alle Gespräche, sowohl im Ortsrat, als auch mit der Verwaltung gescheitert. Zudem widerspräche die geplante Nutzung auch der CDU-Forderung nach einem effektiven Gebäudemanagement, bei dem die feste Belegung von großen Räumlichkeiten möglichst vermieden werden sollte. Stattdessen sollen die Räume so gestaltet werden, dass sie multifunktional zu nutzen sind.
Besonders enttäuscht ist Scheer darüber, dass die Engelbosteler SPD, sich geweigert hat, zumindest noch die DRK-Kleiderkammer in dem sanierten Gebäude unterzubringen, obwohl dies ohne große Einschränkung der bisher geplanten Nutzung sehr wohl möglich gewesen wäre.
Unverständlich bleibt für die CDU auch, warum auf die ohnehin schon erheblichen Kosten noch mal fast 200.000,-- € für die Vorbereitung einer eventuellen Dachgeschossnutzung aufgesattelt wurden. Zum einen existiere derzeit noch nicht einmal eine realisierbare Idee für eine zukünftige Nutzung und zum anderen entstünden dann weitere, bisher noch völlig unklare Kosten.
"Natürlich muss auch die Stadt in Sachen Denkmalschutz ein Vorbild sein" räumt Scheer ein, nicht jedoch um jeden Preis. "Wenn man mal die nackten Zahlen betrachtet wird hier für 1,35. Millionen Euro eine Nutzfläche von 275qm geschaffen, das entspricht einem Quadratmeterpreis von rund 5000,-- € und das noch ohne Außenanlage". Scheer bezweifelt, dass auch nur ein Ratsmitglied diesen horrenden Betrag zahlen würde, wenn es das eigene Geld wäre, was man dafür auf den Tisch legen müsste. "Letztlich hat uns dieser Besuch gezeigt, dass unsere Ablehnung der Edelsanierung berechtigt war" schließt Heuer.
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