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Die Initiative zur Gründung des Kunstvereins kam vor 30 Jahren von Klaus Dittmann. Der überregionalen zeitgenössischen Kunst sollte in Langenhagen ein Forum gegeben werden. Vor allem auch Schülern und Schülerinnen sollte die Begegnung mit Kunst vor Ort vermittelt werden. Dies ist gelungen - so gut, dass der Kunstverein heute auch überregional viel Anerkennung findet. Zur Jubiläumsfeier kam auch Prof. Dr. Johanna Wanka, die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.
Mit der Jubiläumsfeier gab es auch eine Ausstellungseröffnung, bei der unter dem Titel „Chromas“ Werke von Ingo Mittelstädt (siehe Extra-Artikel) gezeigt werden.
Doch die Jubiläumsfeier war natürlich auch guter Grund für einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte des Vereins.
Im ersten Jahrzehnt war der Kunstverein mit seinen Ausstellungen auf Wanderschaft. 30 Ausstellungen und Kunstmärkte veranstaltete der Verein in dieser Zeit - mal im Rathaus, mal in der Kunstschule oder auch in der Mensa des Schulzentrums, wo der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern besonders einfach war.
1991 erfolgte endlich der Einzug in eigene Räume. An die „Kleine Galerie“ erinnern sich Langenhagener Kunstfreunde noch gern, wurden doch auf engem Raum in einem Jahrzehnt über 60 Ausstellungen durchgeführt. Weiterhin nutzte der Kunstverein aber auch andere Räume, um Kunst in besonderem Kontext zu vermitteln.
2001, zum 20. Geburtstag, bekommt der Kunstverein neue aussergewöhnliche Räume - direkt an der Walsroder Straße, in der ehemaligen Kegelbahn des Gasthauses Waldersee.
Der langgezogene schmale Raum der ehemaligen Kegelbahn ist seit 2001 Ort der kreativen Umsetzung aber auch Schöpfung von Kunst. Nicht selten werden Ausstellungen speziell für den Ort entwickelt, der dadurch immer wieder überraschend neu gestaltet wird.
Der Kunstverein initiierte mehrfach Ausstellungen, die sich direkt mit Langenhagen auseinandersetzten. Großprojekt war bereits 1994 „Fliegen-
Flug – Reisen“ , eine Ausstellung, die an drei Orten präsentiert wurde. Dazu gehörte als Künstlerprojekt auch „Ingold Airlines“, eine erfundene Fluggesellschaft mit eigenem Ladengeschäft.
Einen ganz anderen Zugang zu Langenhagen fand 1999 Ulli Leitz. Sie hielt Eindrücke fotografisch fest und schloss sie in von ihr gestaltete Behältnisse ein, die sie an der Bothfelder Straße vergrub. Ein halbes Jahr später wurden diese „Schätze“ vom Kunstverein geborgen.
2004 folgte die „Akte Langenhagen“, bei der Wolfgang Zinganel Zufallsfunde wie ein Detektiv barg und zu kriminologischen Tatszenarien verband.
Erla S. Haraldsdottir beschäftigte sich 2006 mit Langenhagen, indem sie Fotocollagen und eine Computeranimation schuf. Zum 50. Geburtstag der Stadtrechte war Langenhagen erneut Thema einer Ausstellung. 2009 wurde „Forschungsstation Sozialer Raum“ als Gruppenausstellung durchgeführt.
Doch es ist nicht nur die Präsentation von Kunst, mit und ohne Bezug zu Langenhagen, die der Kunstverein als seine Aufgabe empfindet. Auch die Kunstvermittlung nimmt einen immer breiteren Raum ein. Feste Partnerschaften hat der Kunstverein mit der IGS, der RKS und dem Fachdienst Kinder und Jugend. An Workshops im Kunstverein nehmen jährlich mehr als 500 Menschen teil. Mit lokalen Vereinen und Organisationen arbeitet der Kunstverein, der seit 2008 von Ursula Schöndeling geführt wird, häufig und gern zusammen. Das Kunstradio ist ein solches Kunstvermittlungs Projekt.
Der Kunstverein wird von der Stadt Langenhagen, vom Niedersächsichen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, oft aber auch von der Sparkassen- und VGH-Stiftung, der Stiftung Kulturregion und anderen gefördert. 2006 und 2010 war der Verein für die Auszeichnung derArbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) nominiert. Im kommenden Jahr plant der Verein eine internationale Gruppenausstellung an verschiedenen Orten in Langenhagen.
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