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Kein RTL-Superstar für Langenhagen. Marvin-Steven Cybulski sang zwar wieder klasse, bekam aber die wenigsten Anrufer und ist darum nicht unter den Top 8 der aktuellen DSDS-Staffel. Mit "1001 Nacht" von Klaus Lage hatte er einen Song gewählt, der gut zu ihm passte und auch Lob der Jury brachte.
Man konnte eigentlich von Show zu Show eine positive Entwicklung bei Marvin sehen: Der "Bär" mit der Klasse-Stimme wurde lockerer, selbstbewusster - und zeigte am Sonnabend auch noch, dass er Gitarre spielen kann. Trotzdem haben die Anrufe nicht gereicht. Woran es lag? Dazu muß man sich die Frage stellen, wer diejenigen Zuschauer sind, die dazu tendieren, am häufigsten für ihre Stars anzurufen. Jugendliche telefonieren entgegen jeder Vernunft gern mal das Handy leer, wenn sie ein Ziel haben. Marvins Zielpublikum sind hingegen die weniger stromlinienförmigen und vielleicht auch weniger "unvernünftigen" Leute. Das erwachsene Publikum, das Typen jenseits des Mainstreams schätzt, verballert sicher weniger Geld in Telefonvotings als Kiddies, die ihre jugendlichen DSDS-Idole auch zunehmend in der Bravo finden. Dass der "Zickenkrieg", der sich von Anna-Carina gegen Sarah und umgekehrt sofort in einen Emotional-Kampf Anna-Carina versus Nina verwandelte, im Fokus der Aufmerksamkeit stand, hat Marvin auch nicht genutzt. Es fehlt was, wenn der Langenhagener nicht mehr auf der großen Showbühne dabei ist, denn das jüngere und gestylte Sangespersonal wirkt gegen ihn austauschbar. Aber wahrscheinlich wäre die Kommerz-Maschine, in die ein Superstar von RTL geschickt wird, auch gar nichts für den Langenhagener Dickschädel gewesen, der nicht bereit war, sich verbiegen zu lassen. Mit Band kann er auf den Festival- und Stadtfestbühnen der Republik durchaus eine erfolgreiche Heimat finden - und dabei anziehen, was er will. Insofern hat der Langenhagener sich jetzt eine große Chance erarbeitet - man kann ihm nur wünschen, dass er sie nutzt!
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