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Die Idee zur Gründung eines Langenhagener Bürgertheaters kommt bestens an. Renate Faust, die bereits in den 80er Jahren mit ihrer Schauspielfigur "Miracula" in Langenhagen bekannt wurde und in den 90er Jahren mit dem Theater Gegenlicht anspruchsvolle Theaterprojekte realisierte, hat jetzt erneut richtig Freude daran, eine Amateurtheatergruppe auf die Beine zu stellen.
Die Idee zur Gründung einer Theatergruppe hatte Renate Faust im Jahr 2009 während des Festes der Vereine anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Stadt Langenhagen. Trotz der Vielfalt der unterschiedlichsten Gruppen, die sich auf dem Marktplatz darstellten, fiel ihr auf, dass es in dieser Stadt keine Amateur- und Laientheaterszene gibt. Der Vorschlag, diese Situation zu ändern wurde vom Büro für BürgerEngagement gern angenommen, und es wurde sogar Unterstützung zugesagt.
Mit dieser Unterstützung begannen im Juli 2010 die Vorbereitungen zur Gründung. Als erstes wurde Informationsmaterial entworfen und gedruckt. Die regionale Presse wurde informiert, dass am 14. August die erste Informationsveranstaltung in Form einer Comedia del’Arte Präsentation zwecks Anwerbung von Mitspielern auf dem Marktplatz stattfinden wird. Diese Werbung brachte einen guten Erfolg, denn 10 Interessenten trugen sich sofort in die Mitgliedsliste ein, weitere meldeten sich per E-Mail. Am 14. August 2010 wurde mit der Anmeldung der ersten Mitglieder das Bürgertheater Langenhagen gegründet.
Das Bürger-Theater ist offen für alle Altersgruppen. Es wird eine Gruppengröße bis zu 200 Mitgliedern angestrebt, die sich aus Darstellern, Spielleitern, Statisten und Helfern zusammensetzt. Helfer werden benötigt für die Hintergrundarbeit, sei es beim Bühnenaufbau, Bühnenbildentwurf, Kulissenmalen, Kostümschneiderei, Öffentlichkeitsarbeit usw. An der Spielleitung Interessierte werden durch Seminare geschult. Es ist vorerst ein reines Sommertheater geplant. Proben werden voraussichtlich im Musikpavillon stattfinden. Auftritte auf öffentlichen Plätzen, wie Rathausinnenhof, Marktplatz, Musikpavillon usw. Langenhagen soll eine Amateur- und Laientheaterszene erhalten, mit der jeder Bürger sich verbunden fühlen kann.
Es ist vorerst geplant, historische Begebenheiten aus Langenhagen darzustellen. Hierzu werden im städtischen Archiv alte Amtsmitteilungen oder Zeitungsberichte gesichtet. Daraus wird die Gruppe eine bühnenreife Präsentation erarbeiten. Diese kann in den verschiedensten Theaterformen wie klassisches Historienspiel, Komödie, Krimi, Musical oder Moritat dargeboten werden. Das Ziel ist, nach und nach eine gute Qualität im Historienspiel zu erreichen, um die Stadt Langenhagen auch nach außen hin zu präsentieren, in der Art wie Hameln mit dem Rattenfänger, Hannoversch-Münden mit dem Doktor Eisenbart oder wie die bayrischen Passionsspiele.
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