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Garten der Sternenkinder E-Mail

Eine besondere Gemeinschafts-Grabstätte wird in Langenhagen auf dem Kirchenfriedhof an der Karl-Kellner-Straße entstehen: Der „Garten der Sternenkinder“ ist eine Grabanlage für Föten, die mit einem Gewicht von unter 500 Gramm nicht bestattungspflichtig sind. Um die Finanzierung der Grabanlage dauerhaft zu sichern soll sich dafür die Unterstiftung „Sternenkinder“ bei der Wir helfen!-Stiftung gründen.

Totgeburten, Fehl- und Frühgeburten aber auch Föten aus Schwangerschaftsabbrüchen, die unter 500 Gramm wiegen, sind nicht bestattungspflichtig. Diese Föten werden nicht in den Personenstandsbüchern beurkundet, noch werden sie statistisch erfasst. Offiziell sind sie nicht existent. Laut Gesetz werden diese nicht lebensfähigen Föten „hygienisch einwandfrei und dem sittlichen empfinden entsprechend beseitigt“.  So können die Föten auch ohne Einwilligung der betroffenen Eltern zu Forschungszwecken verwendet werden. doch haben die eltern prinzipiell einen Bestattungsanspruch für ihre vorgeburtlich verstorbenen Kinder, auch wenn diese unter 500 Gramm wiegen. Etwa 30 Prozent aller Frauen sind in ihrem Leben von einer Fehlgeburt betroffen.
Einen Platz zum Trauern, den Eltern für ihre viel zu früh geborenen, aus medizinischer Notwendigkeit oder persönlicher Not abgetriebenen Kinder bisher nicht hatten, soll es nun mit dem „Garten der Sternenkinder“ geben.
Dafür haben sich neben der Elisabethgemeinde, die Trägerin der Gemeinschaftsgrabfläche ist, auch nahezu alle Betriebe der Friedhofsgewerke. aus ihren reihen kommt die Initiative, die Sammelgrabstelle durch eine Stiftung abzusichern.
Es ist geplant, dass möglichst alle in Langenhagen totgeborenen Föten unter 500 Gramm, deren Eltern keine individuelle Bestattung vorsehen, in den „Garten der Sternenkinder“ aufgenommen werden. Die Paracelsus-Klinik hat die Kooperation bereits zugesagt und ist auch bereit, die Föten aus gynäkologischen Praxen in der Stadt in einer Kühlkammer bis zum nächsten gemeinschaftlichen Bestattungstermin aufzubewahren.
Auf der geplanten Grabstelle mit einer Größe von 8,35 mal 4,80 Metern sollen 15 Grabfelder für Sammelbestattungen angelegt werden. Einmal jährlich soll mit Seel­sorglicher Begleitung eine Trauerfeier mit anschließender Sammelbestattung stattfinden. Ein zentrales Denkmal mit einem Engelsmotiv sowie drei Sitzelemente schaffen einen Garten für angehörige, die dadurch Raum für die Trauerbewältigung bekommen. Es soll nicht unterschieden werden, welcher Herkunft und Konfession die Familien der Föten sind. Darum fallen für die Familien keine Kosten an.
Die Grabstelle wird voll bepflanzt, doch Trauernde dürfen ausdrücklich Vasen, Leuchten, Gestecke aber auch Kinderspielzeug in angemessener Größe und Menge ablegen. Die Eröffnung der Grabstätte ist für das Frühjahr 2011 geplant. Obwohl die Friedhofsgewerke zu starkem Sponsoring bereit sind, braucht es Mittel, um die Grabstätte einzurichten und dauerhaft zu erhalten. Unter www.sternenkinder-langenhagen.de kann man mehr über das Projekt erfahren.

 




 

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